Der aktuelle Flyer

 

 

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Mit freundlicher Genehmigung von:

HEPHAISTOS – Internationale Zeitschrift für Metallgestalter: www.metall-aktiv.de .

 

Die Dorfschmiede vor der Renovierung

 

Das Richtfest....

 

 

 

 

Tag der offenen Tür


 

 

 

 

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Zeitungsartikel NRZ vom 03.08.2015

 

NRZ Bericht vom 03.08.2015 anlässlich der Eröffnungsfeier am 01.08.15

Heiße Angelegenheit:

Die Arbeit am Schmiedefeuer ist warm und anstrengend

Alpen-Menzelen-Ost.

Die Neueröffnung lockte zum „Tag der offenen Tür“ zahlreiche Gäste an. Schmied Cees Pronk brachte mit dem alten Handwerk zum Staunen.
Eine sonnenüberflutete Rasenfläche mit Grillstand und Pavillon, Live-Musik des Tambourcorps Menzelen-Ost, köstliche Kuchenleckereien und fröhliche Menschen – die Wiedereröffnung der historischen Dorfschmiede hatte schon etwas von einem kleinen Volksfest.
Viele Besucher schlängelten sich durch den schmalen,aber sehr repräsentativen Eingangsbereich, wo Bilder der Neuentstehung zu sehen waren, um danach das hergerichtete Haus und die Schmiede mit

Esse, Zangen, Tauchbecken, Stabbohrmaschine, Amboss und Werkbank von innen zu begutachten. „Ich kannte die Schmiede schon als Kind – das war zuletzt nur noch eine Unkrautwüste und ein Schrottabladeplatz. Heut ist das wieder sehr beeindruckend“, meinte Corpsmitglied Heinz-Theo Kerkhoff, bevor er wieder mit seiner Combo zu den Instrumenten griff. „Toll, wenn man sowas aufbauen und der Öffentlichkeit wieder zugänglich machen kann“, fand Willi Krahnen, früher selbst Schmied

in Neukirchen-Vluyn.

Eintrag ins Gewerberegisteraus dem Jahr 1903

In einem Nebenraum konnten die Besucher ein Video von einer Dokumentation der Aktuellen Stunde sehen, wo die Schmiede Erwähnung fand. Und an den Wänden konnten die Besucher anhand von Dokumenten wie dem Originalbauplan des Gebäudes von 1901 und dem Eintrag ins Gewerberegister aus dem Jahr 1903 die Geschichte des Gebäudes nachvollziehen. Kernstück und Blickfang war natürlich der Raum mit der wiederhergestellten Feuerstelle, wo der niederländische Schmied Cees Pronk die Eisen in die Flammen hielt. „Die Wärme und der Klang des Amboss sind wieder da“, meinte der 61-jährige, der im niederländischen Andelst einen Schmiedebetrieb betreibt und als Kooperationspartner der Schmiede nun immer wieder nach Alpen kommen wird, um den Menschen dieses Handwerk zu zeigen.

Johannes Peters, dessen Familie die Schmiede über Generationen betrieben hat, sah ihm beim Metallschlagen über die Schulter und war mit dem Ergebnis der Renovierung vollauf zufrieden: „Man fühlt sich um Jahre zurückversetzt, wo wir hier gearbeitet haben. Es ist so geworden, wie es war – so ist das Werk unserer Familie gut gewürdigt“, befand der fast 80-jährige.

Als Mitinitiator der Restauration durfte der Vorsitzende des Fördervereins für Geschichte und Brauchtum, Robert Moog, immer wieder Fragen der Gäste beantworten. „Ich bin sehr angetan von dem Interesse der Leute“, zeigte er sich stolz, dass die zweieinhalbjährigen Bemühungen um die Wiederbelebung der Schmiede in Eigenregie mit „über 2000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden“ seitens der Bürger so anerkannt wird. „Uns war wichtig, dass das kein Museum wird, sondern hier auch (Vor-)Führungen stattfinden“, sagte Moog.
Für Radtouristen soll die Schmiede bald zum Anziehungspunkt werden

Man werde in naher Zukunft auch Hinweisschilder aufstellen. „Hier führen unter anderem die Römer- und die Niederrheinroute, die Boxler Bahn-Radstrecke vorbei“, hat Moog da insbesondere Radtouristen im Blick. Man habe schon viele Besichtigungs-Anfragen, verwies Ortsvorsteherin Irmgard Gräven auf die Bedeutung der Schmiede. „Wir haben hier ein Stück Dorfgeschichte erhalten und können so unseren Nachfahren in einem lebendigen Handwerksbetrieb zeigen, wie früher hier gelebt und gearbeitet wurde.“

Und diese „Nachfahren“ wie zum Beispiel der neunjährige Luis und der elfjährige Niklas waren schon an diesem Tag von der Kunstfertigkeit des Schmieds fasziniert. „Da kann man seine ganz eigenen Sachen macht – das ist echt spannend und sieht auch nicht gefährlich aus.“

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Zeitungsartikel Rheinische Post vom 03.08.2015

 

RP Bericht 03.08.2015 zur Eröffnungsfeier Dorfschmiede vom 01.08.2015

Dorfschmiede Menzelen als interaktives Museum

Menzelen-Ost

 

Mit einem Tag der offenen Tür präsentierte der Verein für Geschichte und Brauchtum Menzelen der Öffentlichkeit am Samstag erstmals die fertig restaurierte und vor allem voll funktionsfähige alte Dorfschmiede. Ein buntes Rahmenprogramm mit dem Musikverein sowie dem Tambourcorps Menzelen-Ost, die leckere Bratwurst vom Grill und kühle Getränke sorgten dafür, dass die Veranstalter vom Zuspruch überrascht wurden. "Mit einem solchen Andrang haben wir nicht gerechnet, das ist einfach klasse. Mich freut vor allem, dass sich so viele junge Menschen für die Schmiede interessieren", berichtet Vereinsmitglied Klaus Karmann. 

Dreieinhalb Jahre lang haben die Vereinsmitglieder weit über 2000 Stunden ehrenamtlich geleistet, um einen möglichst originalgetreuen Zustand hinzubekommen. "Das gesamte Gebäude lag damals wie ein Dornröschenschloss hinter einer dichten Brombeerhecke. Dann haben es unsere rüstigen Rentner von der Dorfwerkstatt befreit", erinnert sich Dr. Robert Moog, Vorsitzender des Vereins. Mittlerweile lodert das Feuer wieder in der Esse, dem Schmiedeofen. Selbst die Stabbohrmaschine aus dem Jahre 1926 hat man wieder zum Laufen gebracht und das mit dem fast 90 Jahre alten Originalmotor. Neben viel "Manpower" mussten rund 60 000 Euro investiert werden. Möglich gemacht haben das Sponsoren und die Gemeinde Alpen, die dem Verein ein Grundstück überlassen hat. Beraten wurden die Menzelener Denkmalschützer unter anderem von Cees Pronk und Paul Voss, die im niederländischen Andelst noch heute eine Schmiede betreiben. Selbstverständlich haben es sich die beiden nicht nehmen lassen, zur Eröffnung an die Birtener Straße zu kommen und dem Publikum ihre Schmiedekunst vorzuführen. Auf Aktionen wie diese wird auch in Zukunft der Fokus gerichtet sein, denn man möchte auf gar keinen Fall ein Museum sein, in dem lediglich Exponate besichtigt werden. "Wir sehen uns als eine Art interaktives Museum. Wir möchten hier Leben rein bringen, Schulen und Kindergärten einladen, das Schmiedehandwerk kennenzulernen", erklärt Moog. In Kürze wird auch der Außenbereich fertig sein und eine gemütliche Sitzecke zum Verweilen einladen. Die Öffnungszeiten der "neuen alten Dorfschmiede" wird der Verein bald bekannt geben. Fest steht aber bereits, dass man die Wochenenden im Sommer darin einbeziehen wird und das aus gutem Grund. "Vor unserer Tür laufen mit der Niederrhein-Route, der Römer-Route, der Boxteler-Bahn-Route und der Alpen Tour 3 gleich vier große Radwanderwege vorbei. Wir hoffen darauf, dass die Fahrrad-Touristen bei uns einen Zwischenstopp einlegen, es lohnt sich auf jeden Fall", verspricht Moog. Aber auch für die Menschen aus dem Ort dürfte ein Besuch ihrer ehemaligen Schmiede interessant sein. Denn neben alten Geschäftsbüchern, die bis in das Jahr 1903 zurückreichen oder dem Meisterbrief des Gründers Theodor Peters sind zahlreiche Dokumente und Fotos ausgestellt, die das Dorfleben von "Anno dazumal" illustrieren. "Darunter befinden sich viele Namen von Familien, die heute noch im Dorf leben", sagt Moog.

 

 

 

 

Verein für Geschichte und Brauchtum Menzelen e.V. | kontakt@geschichte-menzelen.de